Versicherung kündigen nach Todesfall

Wenn Sie sich um den Nachlass eines Angehörigen im Todesfall kümmern, gehört hierzu auch die Aufhebung der bestehenden Versicherungen, soweit vorhanden. Die Versicherung muss hier über den Tod des verstorbenen Versicherungsnehmers unterrichtet werden. Personengebundene Verträge (z.B. Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung, Lebensversicherung, etc.) müssen nicht gekündigt werden, sondern verlieren mit Eintritt des Todes der versicherten Person Ihre Gültigkeit. Dennoch sollten Sie die Versicherung unmittelbar nach Eintritt des Todes über den Sterbefall informieren, damit diese auch rechtzeitig die Verträge aufheben kann.

Wichtig: Legen sie dem Aufhebungsschreiben die Sterbeanzeige / Sterbeurkunde als Nachweis bei. Achten Sie auch darauf, ob Lebensversicherungen etc. bestehen, für die Sie als Erbe eine Auszahlung verlangen können.

Zu beachten ist noch folgendes: Aufhebung von einer Hausratversicherung kann und sollte erfolgen, sobald der Hausrat aufgelöst wurde. Eine Gebäudeversicherung - sofern vorhanden - geht automatisch auf den Erben / Erbengemeinschaft über. Eine Privathaftpflichtversicherung muss nicht aufgehoben werden, sofern ein Lebenspartner vorhanden ist, da dieser in der Regel im Vertrag mitversichert ist. Man kann Beiträge einsparen, wenn hier auf einen Single-Tarif umgestellt wird. Gleiches gilt für eine Rechtsschutzversicherung.

In der Anlage finden Sie einen Vordruck, mit dem Sie die Versicherung über den Todesfall informieren können. Der Text auf der Vorlage dient als Muster und ist frei veränderbar.