Versicherung kündigen nach Todesfall

Wenn Sie sich um den Nachlass eines Angehörigen im Todesfall kümmern, gehört hierzu auch die Aufhebung der bestehenden Versicherungen, soweit vorhanden. Die Versicherung muss hier über den Tod des verstorbenen Versicherungsnehmers unterrichtet werden. Personengebundene Verträge (z.B. Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung, Lebensversicherung, etc.) müssen nicht gekündigt werden, sondern verlieren mit Eintritt des Todes der versicherten Person Ihre Gültigkeit. Dennoch sollten Sie die Versicherung unmittelbar nach Eintritt des Todes über den Sterbefall informieren, damit diese auch rechtzeitig die Verträge aufheben kann.

Wichtig: Legen sie dem Aufhebungsschreiben die Sterbeanzeige / Sterbeurkunde als Nachweis bei. Achten Sie auch darauf, ob Lebensversicherungen etc. bestehen, für die Sie als Erbe eine Auszahlung verlangen können.

Zu beachten ist noch folgendes: Aufhebung von einer Hausratversicherung kann und sollte erfolgen, sobald der Hausrat aufgelöst wurde. Eine Gebäudeversicherung - sofern vorhanden - geht automatisch auf den Erben / Erbengemeinschaft über. Eine Privathaftpflichtversicherung muss nicht aufgehoben werden, sofern ein Lebenspartner vorhanden ist, da dieser in der Regel im Vertrag mitversichert ist. Man kann Beiträge einsparen, wenn hier auf einen Single-Tarif umgestellt wird. Gleiches gilt für eine Rechtsschutzversicherung.

In der Anlage finden Sie einen Vordruck, mit dem Sie die Versicherung über den Todesfall informieren können. Der Text auf der Vorlage dient als Muster und ist frei veränderbar.

Weitere Vorlagen

Nachdem ein versicherungspflichtiger Schaden durch die KFZ-Versicherung reguliert wurde, haben Sie das Recht, den Vertrag zu kündigen.

Eine KFZ-Versicherung ist bis auf wenige Ausnahmen immer zum 01.01. eines jeden Jahres kündbar. Ohne Kündigung verlängert sich die Versicherung immer automatisch um ein weiteres Jahr. Einige wenige Versicherungen haben die Hauptfälligkeit auf einen anderen Monat verlegt.

Erhöht eine Versicherung die Beiträge, ohne, dass die Leistungen im Rahmen der Versicherung ebenfalls steigen, dann dürfen Sie kündigen. Diese Kündigung steht Ihnen aufgrund des außerordentlichen Kündigungsrechts zu.

Wenn Sie eine KFZ-Versicherung abgeschlossen haben, besteht das Recht, den Versicherungsvertrag ohne Angabe von Gründen innerhalb von zwei Wochen nach Antragsstellung zu widerrufen. Zur Einhaltung der Frist genügt es, wenn das Schreiben zum Widerruf rechtzeitig versendet wird.

Wenn Sie die ausgesprochene Kündigung Ihrer KFZ-Versicherung zurücknehmen möchten, können Sie dies mit unserer Vorlage veranlassen.

Wenn Sie Ihr Fahrzeug abgemeldet haben, erlischt damit automatisch auch die KFZ-Versicherung (Risikofortfall).