Hausmeistervertrag - Muster

Ein Hausmeistervertrag wird notwendig, wenn Sie jemanden fest anstellen möchten, um die Aufgaben eines Hausmeisters in Ihrem Gebäude oder auf Ihrem Grundstück zu übernehmen. Dies unterscheidet sich von einer Situation, in der Sie einen externen Dienstleister oder eine Firma beauftragen, die Hausmeistertätigkeiten als Teil eines Dienstleistungsvertrages durchführt. Bei einer Festanstellung ist ein Arbeitsvertrag erforderlich, um die Rechte und Pflichten des Hausmeisters sowie die Bedingungen der Beschäftigung festzulegen.

Ich möchte einen Mieter mit Hausmeistertätigkeiten betrauen – benötige ich hierfür einen Vertrag?

Ja, wenn Sie einen Mieter mit Hausmeistertätigkeiten betrauen möchten, ist es ratsam, einen separaten Vertrag aufzusetzen. Dieser Vertrag sollte klar zwischen der Rolle des Mieters und seiner zusätzlichen Verantwortung als Hausmeister unterscheiden. Es ist wichtig, die Aufgaben, die Arbeitszeiten und die Vergütung oder Mietkürzung, die als Gegenleistung für die Hausmeistertätigkeiten gewährt wird, genau festzulegen.

Welche Angaben muss ein Hausmeistervertrag für eine Festanstellung beinhalten?

Ein Arbeitsvertrag für einen Hausmeister sollte folgende Punkte enthalten:

  • Persönliche Daten des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers
  • Beginn und, falls befristet, das Ende des Arbeitsverhältnisses
  • Genau definierte Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Hausmeisters
  • Arbeitszeitregelungen, einschließlich Überstundenregelungen
  • Angaben zur Vergütung, inklusive möglicher Zuschläge oder Sonderleistungen
  • Urlaubsanspruch
  • Kündigungsfristen und -bedingungen
  • Regelungen zur Vertraulichkeit und Datenschutz
  • Eventuelle spezielle Vereinbarungen, wie z.B. Wohnungsgestellung oder Nutzung von Werkzeugen und Geräten


Beispielvertrag Hausmeister

Der folgende Text ist ein unverbindliches Vertragsmuster und dient als Beispiel, wie ein Hausmeistervertrag formuliert sein kann. Er ersetzt keine individuelle Prüfung des Einzelfalls und stellt keine Rechtsberatung dar. Sie sollten den Inhalt vor Verwendung an Ihre konkrete Situation anpassen und bei Bedarf fachkundigen Rat einholen.

Hausmeistervertrag (Muster)

Vertragsparteien

Zwischen [Name/Firma Arbeitgeber], [Anschrift], vertreten durch [Name, Funktion], nachfolgend „Arbeitgeber“, und Ihnen, [Vorname Nachname], [Anschrift], geboren am [Geburtsdatum], nachfolgend „Arbeitnehmer“, wird folgender Hausmeister-Arbeitsvertrag geschlossen.

Tätigkeit und Einsatzbereich

Sie werden ab dem [Datum] als Hausmeister/Hausmeisterin für das Objekt [Adresse/Objektbezeichnung] beschäftigt. Ihr Einsatzbereich umfasst das Gebäude, die Außenanlagen sowie die dazugehörigen Nebenflächen und Einrichtungen. Sie erbringen Ihre Leistungen nach den Vorgaben dieses Vertrags und im Rahmen der betrieblichen Organisation des Arbeitgebers.

Aufgaben und Verantwortlichkeiten

Zu Ihren Aufgaben gehören insbesondere die laufende Kontrolle des ordnungsgemäßen Zustands der gemeinschaftlichen Bereiche, die Durchführung regelmäßiger Sichtkontrollen, die Koordination und Ausführung einfacher Hausmeistertätigkeiten sowie die Meldung von Mängeln und Schäden. Dazu zählen je nach Objekt und Bedarf unter anderem Reinigungs- und Ordnungsarbeiten in Gemeinschaftsbereichen, Kontrolle und Pflege von Außenanlagen, Austausch von Leuchtmitteln, kleinere handwerkliche Tätigkeiten im üblichen Rahmen, Überwachung technischer Anlagen nach Einweisung, Unterstützung bei der Organisation von Wartungen sowie die Annahme und Weiterleitung von Störungsmeldungen. Arbeiten, die eine besondere Fachqualifikation erfordern oder in den Bereich zulassungspflichtiger Gewerke fallen, führen Sie nicht eigenständig aus, sondern veranlassen diese nach Abstimmung über geeignete Fachfirmen.

Arbeitszeit

Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt [Anzahl] Stunden pro Woche und wird grundsätzlich auf [Wochentage] verteilt. Die täglichen Arbeitszeiten richten sich nach einem Arbeitszeitplan oder nach Abstimmung mit dem Arbeitgeber. Überstunden sind nur nach vorheriger Anordnung oder Zustimmung des Arbeitgebers zu leisten und werden durch Freizeit ausgeglichen oder vergütet, soweit dies vereinbart ist.

Bereitschaft und Notfälle

Soweit erforderlich, übernehmen Sie Bereitschaftszeiten für Notfälle, insbesondere bei Störungen der Versorgung, Schäden am Gebäude oder sicherheitsrelevanten Vorfällen. Umfang, Erreichbarkeit, Reaktionszeiten sowie eine etwaige zusätzliche Vergütung oder ein Ausgleich werden gesondert geregelt oder in einer Anlage zu diesem Vertrag festgehalten. In Notfällen dürfen Sie angemessene Sofortmaßnahmen veranlassen, um Schäden zu begrenzen; der Arbeitgeber ist hierüber unverzüglich zu informieren.

Vergütung

Sie erhalten eine Vergütung in Höhe von [Betrag] Euro brutto pro [Monat/Stunde]. Die Zahlung erfolgt jeweils zum [Datum] eines Monats auf ein von Ihnen benanntes Konto. Etwaige Zuschläge, Sonderzahlungen oder Sachleistungen werden nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart sind. Freiwillige Leistungen begründen keinen Anspruch für die Zukunft.

Urlaub

Sie haben Anspruch auf [Anzahl] Urlaubstage pro Kalenderjahr bei einer [z. B. Fünf-Tage]-Woche. Die Urlaubsgewährung erfolgt unter Berücksichtigung betrieblicher Belange. Urlaub ist rechtzeitig zu beantragen und bedarf der Genehmigung durch den Arbeitgeber.

Arbeitsunfähigkeit

Bei Arbeitsunfähigkeit informieren Sie den Arbeitgeber unverzüglich, möglichst vor Arbeitsbeginn, über die voraussichtliche Dauer. Einen Nachweis legen Sie entsprechend den betrieblichen Vorgaben vor. Sie unterstützen, soweit möglich, eine geordnete Übergabe laufender Aufgaben.

Arbeitsmittel und Nutzung von Werkzeugen

Der Arbeitgeber stellt Ihnen die für Ihre Tätigkeit erforderlichen Arbeitsmittel, Werkzeuge und gegebenenfalls Schutzkleidung zur Verfügung. Sie gehen mit diesen sorgfältig um und nutzen sie ausschließlich für dienstliche Zwecke, sofern keine abweichende Vereinbarung besteht. Schäden oder Verlust melden Sie unverzüglich. Private Werkzeuge setzen Sie nur nach vorheriger Abstimmung ein.

Winterdienst und Verkehrssicherung

Soweit der Arbeitgeber Ihnen Aufgaben des Winterdienstes oder der Verkehrssicherung überträgt, führen Sie diese nach einem abgestimmten Plan und unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten durch. Umfang und Zeiten der Räum- und Streupflichten sowie die Zuständigkeiten bei Abwesenheit werden gesondert geregelt. Sie dokumentieren besondere Vorkommnisse oder außergewöhnliche Witterungslagen in geeigneter Form, soweit dies im Objekt erforderlich ist.

Umgang mit Schlüsseln und Zutritt

Sofern Ihnen Schlüssel, Transponder oder Zugangscodes überlassen werden, verwahren Sie diese sorgfältig und geben sie nicht an Dritte weiter. Ein Zutritt zu Miet- oder Nutzereinheiten erfolgt nur nach vorheriger Zustimmung der berechtigten Person oder im Rahmen abgestimmter Abläufe; Ausnahmen gelten ausschließlich in Notfällen, wenn eine sofortige Maßnahme erforderlich ist. Über Zutritte in Notfällen ist der Arbeitgeber zeitnah zu informieren.

Kommunikation mit Bewohnern und Dritten

Sie treten gegenüber Bewohnern, Besuchern und Dienstleistern sachlich und respektvoll auf. Sie nehmen Hinweise und Beschwerden entgegen und leiten diese nach internen Vorgaben weiter. Zusagen zu Mietminderungen, Vertragsänderungen oder sonstigen rechtsverbindlichen Erklärungen geben Sie nicht ab, sofern Sie hierzu nicht ausdrücklich bevollmächtigt sind.

Datenschutz und Verschwiegenheit

Sie verpflichten sich, über alle nicht allgemein bekannten Angelegenheiten des Arbeitgebers sowie über personenbezogene Daten von Bewohnern oder sonstige vertrauliche Informationen Stillschweigen zu bewahren. Diese Pflicht gilt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses fort. Unterlagen, Daten und Informationen nutzen Sie ausschließlich zur Erfüllung Ihrer Aufgaben.

Nebentätigkeit

Eine entgeltliche Nebentätigkeit zeigen Sie dem Arbeitgeber vor Aufnahme an. Eine Nebentätigkeit, die berechtigte Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt oder zu Interessenkonflikten führt, ist nur mit vorheriger Zustimmung zulässig.

Befristung und Probezeit

Das Arbeitsverhältnis ist [unbefristet/befristet bis zum Datum]. Eine Probezeit von [Dauer] wird vereinbart. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von [Frist] gekündigt werden, sofern nichts anderes vereinbart ist.

Kündigung

Nach Ablauf einer vereinbarten Probezeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten unter Einhaltung der vereinbarten oder gesetzlichen Kündigungsfristen gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Wohnungsgestellung und Mietregelung

Soweit Ihnen eine Dienstwohnung oder sonstige Unterkunft gestellt wird, werden die Konditionen, etwa Mietzins, Nebenkosten, Nutzung, Kündigung und Rückgabe, in einer gesonderten Vereinbarung geregelt. Eine Anrechnung als Vergütungsbestandteil erfolgt nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart ist.

Schlussbestimmungen

Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen des gegenseitigen Einvernehmens. Nebenabreden bestehen nicht. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrags ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck möglichst nahekommt.

 

[Ort], den [Datum]

Sie, [Name Arbeitgeber]

Unterschrift Arbeitgeber

Sie, [Vorname Nachname]

Unterschrift Arbeitnehmer

 

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