
Wenn ein nahestehender Mensch verstirbt, kommt zur Trauer eine Reihe organisatorischer Aufgaben hinzu: Versicherungen, Banken, Vermieter, Renten- und Krankenversicherung sowie laufende Verträge müssen über den Sterbefall informiert werden. Mit dieser Vorlage können Sie das Mitteilungsschreiben in wenigen Minuten online ausfüllen, ausdrucken, als PDF speichern oder direkt per E-Mail versenden — kostenlos und ohne Anmeldung. Die Vorlage eignet sich für alle gängigen Empfänger und lässt sich individuell an Ihre Situation und das jeweilige Vertragsverhältnis anpassen.
Mit unserer Vorlage geht das ganz unkompliziert
- Direkt online ausfüllen — kein Word, kein PDF-Editor nötig
- Vorformulierter Mustertext, den Sie frei anpassen können
- Mit einem Klick drucken, als PDF speichern oder per E-Mail versenden
- Komplett kostenlos, ohne Registrierung oder Anmeldung
- Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät — keine Datenspeicherung
Mit dieser Vorlage informieren Sie als Hinterbliebener oder Erbe Versicherungen, Banken, Vermieter, Renten- oder Krankenversicherung über den Tod eines Angehörigen und bitten um die nächsten Schritte zur Vertragsabwicklung. Eine Kopie der Sterbeurkunde sollten Sie immer beilegen. Wichtige Fristen gibt es vor allem beim Mietvertrag: Erben können das Wohnraummietverhältnis innerhalb eines Monats ab Kenntnis vom Tod außerordentlich kündigen (§ 564 BGB). Bei Renten- und Krankenversicherung ist eine zeitnahe Meldung sinnvoll, um spätere Rückforderungen wegen Überzahlung zu vermeiden.
Wann brauchen Sie diese Vorlage?
Die Vorlage ist immer dann hilfreich, wenn Sie einem Vertragspartner oder einer Behörde des Verstorbenen den Todesfall schriftlich mitteilen müssen. Typische Anlässe sind die Meldung an die Lebens-, Renten- oder Sachversicherung, an die Bank oder das Kreditinstitut zur Abwicklung von Konten und Depots, an den Vermieter zur Wahrnehmung des Sonderkündigungsrechts, an die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung sowie an Vereine, Abonnements oder andere Vertragspartner. Da der Aufbau in allen Fällen ähnlich ist, können Sie die Vorlage als Grundgerüst verwenden und nur die konkrete Bitte je nach Empfänger anpassen.
Was gehört in eine Sterbefallmeldung?
Damit der Empfänger den Fall ohne Rückfragen bearbeiten kann, sollten folgende Angaben enthalten sein:
- Vollständiger Name, Geburtsdatum, letzte Anschrift und Sterbedatum der verstorbenen Person
- Vertrags-, Kunden-, Konto-, Mitglieds- oder Versicherungsnummer
- Ihr Verhältnis zur verstorbenen Person (z. B. Ehegatte, Kind, Bevollmächtigter, Erbe)
- Konkrete Bitte — etwa um Vertragsabwicklung, Kontosperrung, Kündigung, Auszahlung einer Versicherungsleistung oder Prüfung von Hinterbliebenenansprüchen
- Kopie der Sterbeurkunde als Anlage; bei manchen Empfängern (Banken, größere Versicherungen) zusätzlich Erbschein, Testament oder Vollmacht
Bestellen Sie beim Standesamt am besten gleich mehrere Original-Sterbeurkunden — die Gebühr liegt meist bei rund 12–15 € pro Stück, und viele Stellen verlangen Originale oder beglaubigte Kopien.
Vorlage Sterbefallmeldung – direkt ausfüllen, drucken, als PDF speichern oder per E-Mail versenden
Tragen Sie Ihre Daten in die blau markierten Felder ein — das sind die Pflichtfelder, die Sie in jedem Fall an Ihre Situation anpassen müssen. Auch der übrige Brieftext lässt sich durch Klick direkt im Brief ändern. Bitte vor dem Versand den kompletten Brief prüfen und bei Bedarf anpassen — auch nicht markierte Formulierungen können in Ihrem Fall unpassend sein. Wenn Sie fertig sind:
- Drucken oder als PDF speichern
- Per E-Mail senden — öffnet Ihr E-Mail-Programm mit fertigem Brief
- Als Text anzeigen zum Kopieren in andere Anwendungen
- Zurücksetzen, um neu zu starten
Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät — wir speichern nichts.
Vorname Nachname
Straße und Hausnummer
PLZ Ort
Telefon: optional
E-Mail: optional
Empfänger (z. B. Versicherung / Bank / Vermieter / Rentenversicherung)
Abteilung / Ansprechpartner (optional)
Straße und Hausnummer
PLZ Ort
Ort,
Mitteilung über einen Sterbefall
Vertrags-/Kunden-/Versicherungsnummer: Nummer am Vertrag/Konto/Police
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit teile ich Ihnen schweren Herzens mit, dass meine/mein z. B. Ehefrau / Ehemann / Mutter / Vater / Bruder / Schwester
Vorname Nachname des/der Verstorbenen,
geboren am TT.MM.JJJJ,
zuletzt wohnhaft in Straße, PLZ Ort,
am TT.MM.JJJJ verstorben ist. Eine Kopie der Sterbeurkunde füge ich diesem Schreiben bei.
Zwischen der verstorbenen Person und Ihnen bestand folgendes Vertrags- bzw. Geschäftsverhältnis: z. B. Mietvertrag / Lebensversicherungspolice / Girokonto / Mitgliedschaft / Rentenbezug.
Ich melde mich in meiner Eigenschaft als z. B. Ehegatte und gesetzlicher Erbe / Sohn / Tochter / Bevollmächtigter und bitte Sie um folgendes Vorgehen:
Hier konkrete Bitte eintragen — Beispiele: Bitte teilen Sie mir mit, welche Unterlagen Sie für die Abwicklung des Vertrags benötigen. / Bitte stellen Sie alle laufenden Daueraufträge und SEPA-Lastschriften ein und nennen Sie mir die erforderlichen Erbnachweise. / Hiermit erkläre ich gemäß § 564 BGB als Erbe die außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses zum frühestmöglichen Termin und bitte um Vereinbarung eines Übergabetermins. / Bitte stellen Sie die laufenden Rentenzahlungen ein und informieren Sie mich über Voraussetzungen einer Hinterbliebenenrente.
Für Rückfragen erreichen Sie mich unter den oben genannten Kontaktdaten. Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieses Schreibens schriftlich und teilen Sie mir mit, welche weiteren Unterlagen Sie für die Bearbeitung benötigen.
Mit freundlichen Grüßen
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Vorname Nachname
Anlagen:
z. B. Kopie der Sterbeurkunde, ggf. Erbschein, Testamentskopie, Vollmacht
Diese Vorlage ist ein allgemeiner Mustertext und stellt keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes dar. Sie ersetzt keine individuelle Prüfung durch einen Anwalt, Notar oder eine Beratungsstelle. Für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen wir keine Gewähr — die Anpassung an Ihren konkreten Fall liegt allein bei Ihnen. Eine Haftung für Schäden aus der Nutzung ist ausgeschlossen.
Sie können den Text auch direkt im Feld markieren und mit Strg+C / Cmd+C kopieren.
Häufige Fehler bei der Sterbefallmeldung
- Original-Sterbeurkunden verschickt: Versenden Sie immer Kopien. Originale werden bei einigen wenigen Stellen verlangt (Nachlassgericht, manche Versicherungen) — wer alle Originale aus der Hand gibt, hat schnell keine mehr.
- Konto vorschnell sperren lassen: Eine pauschale Kontosperrung kann dazu führen, dass laufende Lastschriften für Miete, Beerdigung oder Versicherungen platzen. Besser ist eine geordnete Abwicklung mit der Bank — Konten der verstorbenen Person bleiben grundsätzlich bestehen, bis die Erbfolge geklärt ist.
- Sonderkündigungsrecht beim Mietvertrag verpasst: Bei Wohnraummietverträgen können Erben das Mietverhältnis innerhalb eines Monats ab Kenntnis vom Tod außerordentlich kündigen (§ 564 BGB). Wer die Monatsfrist versäumt, ist an die normalen Kündigungsfristen gebunden.
- Renten- und Krankenversicherung vergessen: Wer die gesetzliche Rentenversicherung zu spät informiert, riskiert Rückforderungen wegen Überzahlung. Auch die Krankenkasse sollte zeitnah informiert werden — gegebenenfalls besteht ein Anspruch auf Sterbevierteljahr oder Hinterbliebenenrente.
Häufige Fragen zur Sterbefallmeldung
Welche Stellen muss ich informieren?
Üblicherweise: das Standesamt (häufig durch das Bestattungsinstitut), die Renten- und Krankenversicherung, den Arbeitgeber (bei berufstätigen Verstorbenen), Banken und Kreditinstitute, alle laufenden Versicherungen (Lebens-, Haftpflicht-, Hausrat-, KFZ-, Rechtsschutz-, Sterbegeldversicherung), den Vermieter, Energie- und Telekommunikationsanbieter, das Finanzamt sowie Vereine und Abonnements. Eine Checkliste anzulegen hilft, nichts zu übersehen.
Wann brauche ich einen Erbschein?
Für die Mitteilung des Todes selbst brauchen Sie keinen Erbschein. Sobald es um Verfügungen über Vermögen geht — etwa Auszahlung eines Kontos, Übertragung eines Depots, Abwicklung größerer Versicherungssummen — verlangen die meisten Stellen einen Erbschein oder ein eröffnetes notarielles Testament. Für kleinere Beträge oder bei laufender Kontovollmacht über den Tod hinaus ist häufig keiner nötig.
Was passiert mit dem Mietvertrag?
Bei Wohnraummiete treten Ehegatten, eingetragene Lebenspartner oder im gemeinsamen Haushalt lebende Familienangehörige nach § 563 BGB in den Mietvertrag ein. Sonst geht das Mietverhältnis auf die Erben über (§ 564 BGB). Erbe und Vermieter haben jeweils ein Sonderkündigungsrecht binnen eines Monats ab Kenntnis vom Tod, die Kündigungsfrist beträgt drei Monate.
Werden Versicherungen durch den Tod automatisch beendet?
Nein. Die meisten Versicherungen gehen auf die Erben über; bei Hausrat- oder Haftpflichtversicherungen besteht in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Lebens- und Sterbegeldversicherungen müssen aktiv abgewickelt und die Versicherungssumme an die Berechtigten ausgezahlt werden. Eine kurze schriftliche Meldung an jede betroffene Versicherung ist daher in jedem Fall sinnvoll.
Wie viele Sterbeurkunden sollte ich bestellen?
Erfahrungsgemäß sind 6 bis 10 Original-Sterbeurkunden eine gute Faustregel — je nach Anzahl der Versicherungen, Banken und Behörden, mit denen die verstorbene Person zu tun hatte. Nachbestellen ist möglich, kostet aber Zeit und erneute Gebühren.
Unsere Empfehlung aus der Praxis
Legen Sie sich zuerst eine schriftliche Liste aller Stellen an, die zu informieren sind — am besten gemeinsam mit anderen Angehörigen, da niemand alle Verträge eines Menschen im Kopf hat. Versenden Sie die Mitteilungen möglichst innerhalb von zwei bis vier Wochen, dabei zuerst an Renten- und Krankenversicherung sowie an Banken und Vermieter, um Fristen zu wahren. Bewahren Sie eine Kopie jedes versandten Schreibens auf und vermerken Sie das Versanddatum. Bei größerem Nachlass oder unklarer Erbsituation lohnt sich der frühe Termin bei einer Rechtsanwaltskanzlei oder einer kostenlosen Beratungsstelle (z. B. Verbraucherzentrale) — viele Probleme lassen sich vermeiden, wenn die Abwicklung von Anfang an strukturiert läuft.







