KFZ-Mietvertrag um ein Auto privat zu vermieten oder zu verleihen

Die private Vermietung von Autos oder Wohnmobilen kann eine lukrative Möglichkeit sein, zusätzliches Einkommen zu generieren. Aber bevor Sie Ihr Fahrzeug an Freunde, Bekannte oder sogar Fremde überlassen, gibt es einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten. In diesem Artikel gehen wir auf alle relevanten Aspekte ein, von der Vertragsgestaltung bis zur Haftung bei Unfällen.

Leihe vs. Miete: Grundlagen und Unterschiede

Wenn Sie Ihr Auto kostenlos an jemanden überlassen, handelt es sich um eine Leihe. Der Überlassende wird als Verleiher und der Empfänger als Entleiher bezeichnet. Im Gegensatz dazu steht die Miete, bei der eine Gebühr für die Nutzung des Fahrzeugs erhoben wird. Beide Formen der Überlassung haben ihre eigenen rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Folgenden erläutert werden.

Verpflichtungen und Rechte bei der Leihe

  • Entleiher: Muss das Auto nach der vereinbarten Leihzeit zurückgeben und darf es nur gemäß den vertraglichen Vereinbarungen nutzen. Er ist für Unterhaltungskosten wie Sprit und Wartung verantwortlich.
  • Verleiher: Trägt die Kosten für die Instandhaltung und sollte vorab bei seiner Versicherung klären, welche Fahrer zugelassen sind.
  • Haftung und Versicherung bei der Leihe: Klären Sie, wer für Strafzettel und Bußgelder haftet. Vereinbaren Sie schriftlich, wie das Auto versichert ist und wer im Schadensfall die Kosten der Selbstbeteiligung trägt.

Worauf man bei der privaten Vermietung achten sollte

  • Zustand des Fahrzeugs: Stellen Sie sicher, dass das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand ist.
  • Versicherung: Klären Sie, ob eine zusätzliche Versicherung erforderlich ist.
  • Kaution: Überlegen Sie, ob Sie eine Kaution verlangen möchten.
  • Übergabeprotokoll: Fertigen Sie ein Übergabeprotokoll an, das den Zustand des Fahrzeugs dokumentiert.

Vorsicht bei regelmäßiger Vermietung!

Wenn Sie planen, Ihr Auto oder Wohnmobil regelmäßig zu vermieten, sollten Sie unbedingt die steuerlichen Aspekte berücksichtigen. Ab einem bestimmten Umfang kann die Vermietung als gewerbliche Tätigkeit eingestuft werden, was die Anmeldung eines Gewerbes erforderlich macht. Dies hat nicht nur steuerliche Folgen, sondern kann auch Auswirkungen auf die Zulassung des Fahrzeugs haben. In einigen Fällen könnte dies sogar eine Umregistrierung des Fahrzeugs von einem Privatfahrzeug zu einem gewerblich genutzten Fahrzeug erforderlich machen.

Darüber hinaus kann die regelmäßige Vermietung den Versicherungsschutz beeinträchtigen. Viele Versicherungspolicen decken nur die private Nutzung ab und schließen gewerbliche Aktivitäten aus. Ohne eine entsprechende Anpassung des Versicherungsschutzes könnten Sie im Schadensfall auf den Kosten sitzenbleiben.

Es ist daher dringend empfohlen, vor der regelmäßigen Vermietung alle rechtlichen und steuerlichen Fragen zu klären und sich entsprechend abzusichern. Ein Steuerberater und ein Rechtsanwalt können hier wertvolle Unterstützung bieten.

Wer haftet bei einem Unfall für Schäden?

Bei der privaten Vermietung haftet in der Regel der Mieter für Schäden, die während der Mietzeit am Fahrzeug entstehen, es sei denn, es wurde anders vereinbart. Es ist wichtig, dies im Mietvertrag klar zu regeln.

Vertragliche Regelungen

Ein schriftlicher Vertrag ist unerlässlich, um Rechtssicherheit für beide Parteien zu schaffen. Dies gilt sowohl für die Miete als auch für die Leihe. Der Vertrag sollte folgende Punkte abdecken:

  • Mietdauer und -kosten
  • Zustand des Fahrzeugs
  • Haftung und Versicherung
  • Kaution
  • Nutzungsbedingungen
  • Rückgabebedingungen

Wichtig: Versicherungsschutz klären

Ein oft übersehener, aber entscheidender Punkt bei der privaten Vermietung oder Leihe eines Fahrzeugs ist der Versicherungsschutz. Bei einer unentgeltlichen Leihe ist es in der Regel kein Problem, solange der Fahrerkreis im Versicherungsvertrag entsprechend definiert ist. Es ist jedoch ratsam, vorab mit der Versicherung zu klären, ob der geplante Entleiher im Versicherungsschutz eingeschlossen ist.

Bei einer gewerblichen Vermietung gelten andere Rechtsgrundlagen, und es ist oft erforderlich, eine spezielle Freigabe oder sogar eine gesonderte Versicherungspolice vom Versicherer zu erhalten. Ohne eine solche Freigabe riskieren Sie im Schadensfall den Verlust des Versicherungsschutzes, was erhebliche finanzielle Folgen haben kann. Daher ist es unerlässlich, vor der Vermietung alle versicherungstechnischen Fragen zu klären und die entsprechenden Vereinbarungen schriftlich festzuhalten.

Die private Vermietung oder Leihe eines Autos oder Wohnmobils kann eine gute Möglichkeit sein, zusätzliches Einkommen zu generieren oder Freunden und Familie zu helfen. Allerdings birgt sie auch Risiken und Verantwortlichkeiten. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Vertrag und die Abklärung aller rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen sind unerlässlich, um späteren Ärger zu vermeiden. Wir empfehlen Ihnen die Nutzung des kostenlosen ADAC-Leihvertrages, indem alle wichtigen Aspekte berücksichtigt für die Verleihung eines KFZ berücksichtigt sind. Planen Sie die Vermietung, empfehlen wir die Formblitz-Vorlage.
 

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