Stromvertrag widerrufen nach Wechsel - PDF-Vorlage

Ein Anbieterwechsel beim Stromversorger kann eine gute Möglichkeit sein, um Kosten zu senken oder von besseren Konditionen zu profitieren. Doch manchmal möchte man einen neu abgeschlossenen Stromvertrag mit einem neuen Anbieter aus verschiedenen Gründen wieder rückgängig machen. Vielleicht haben Sie ein besseres Angebot gefunden oder sind mit den Vertragsbedingungen doch nicht zufrieden. In solchen Fällen ist es wichtig zu wissen, wie Sie Ihren Stromvertrag widerrufen können. In diesem Beitrag geben wir Ihnen wichtige Tipps, wie Sie einen neu abgeschlossenen Stromvertrag / Anbieterwechsel widerrufen und stellen Ihnen eine Vorlage für ein Widerrufsschreiben zur Verfügung.

Grundsätzlich: Widerrufsrecht bei Stromverträgen

Für Stromverträge, die fernab von Geschäftsräumen (z.B. online oder telefonisch) geschlossen wurden, gilt in Deutschland ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Diese Frist beginnt zu laufen, sobald Sie als Verbraucher über Ihr Widerrufsrecht, die Widerrufsfrist und das Verfahren für den Widerruf durch den Anbieter in Textform informiert wurden. Die Widerrufsinformationen sind in der Regel Teil der Vertragsunterlagen. Haben Sie online z.B. über einen Tarifvergleich einen Wechsel zu einem neuen Stromanbieter veranlasst, beginnt die Frist für Ihr Widerrufsrecht in der Regel ab dem Tag, an dem Sie den Wechsel beauftragt haben.

Wichtige Punkte für den Widerruf

  • Widerrufsfrist beachten: Der Widerruf muss innerhalb der 14-tägigen Frist erfolgen. Relevant ist das Datum des Einganges, nicht des Versandes!
  • Korrekte Form wählen: Der Widerruf muss in Textform erfolgen, also per Brief, Fax oder E-Mail. Ein telefonischer Widerruf ist nicht ausreichend.
  • Angaben zum Vertrag: Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten im Widerruf die Vertragsnummer, das Datum des Vertragsschlusses sowie Ihre persönlichen Daten angegeben werden.

Nachdem Sie Ihren Widerruf fristgerecht eingereicht haben, ist der Anbieter verpflichtet, diesen zu bearbeiten. Sie erhalten eine Bestätigung über den Eingang und die Wirksamkeit des Widerrufs. Bereits geleistete Zahlungen müssen Ihnen innerhalb von 14 Tagen zurückerstattet werden.

Wichtig: Widerruf nachhalten und bisherigen Versorger umgehend informieren!

In vielen Fällen kann es vorkommen, dass man einen Anbieterwechsel im Nachhinein bereut – sei es aufgrund negativer Bewertungen im Internet, Abweichungen der Preise von den ursprünglich errechneten Werten oder weil man ein besseres Angebot vom eigenen Versorger erhält. Besonders bei Stromversorgern gibt es leider auch schwarze Schafe. Insbesondere sehr günstige Anbieter locken mit attraktiven Tarifen, die sich nach genauerer Betrachtung jedoch oft als nicht so vorteilhaft herausstellen. In solchen Situationen ist es entscheidend, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und gegebenenfalls schnell zu handeln. Wenn Sie sich dazu entscheiden, einen Wechsel zu widerrufen, ist es essentiell, umgehend Kontakt zu Ihrem bisherigen Stromanbieter aufzunehmen und diesen über Ihren Widerruf zu informieren. Dies ist wichtig, da letztlich der alte Versorger den Vertragswechsel freigeben muss.
 

Denn erfahrungsgemäß bestätigen viele neue Anbieter einen Widerruf nicht oder nicht rechtzeitig, was später die Rückgängigmachung des Vertrags erschweren kann. Informieren Sie daher Ihren alten Versorger direkt und zusätzlich schriftlich über den Widerruf und dass dieser dem Wechsel nicht zustimmen soll.


Da leider viele Anbieter nur Kontaktformulare ohne Bestätigung anbieten, ist es oft schwierig, einen Nachweis über den Widerruf zu erhalten. Deshalb ist es ratsam, immer einen Beleg des Widerrufs zu sichern, beispielsweise durch Einsendung per Postweg, Fax mit Sendebericht etc. Vermeiden Sie telefonische Widerrufe, da diese schwerer nachzuweisen sind. Sollten Sie innerhalb von zwei Tagen keine Bestätigung Ihres Widerrufs erhalten, zögern Sie nicht, den Widerruf mehrfach zu betonen und nachzuhaken. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass Sie die Kontrolle über den Prozess behalten und bei rechtlichen Problemen einen Nachweis haben.

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