Was ist eine Gebäudeversicherung?

Die Gebäudeversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungsarten überhaupt. Für nahezu jedes Gebäude in Deutschland besteht eine eigene Gebäudeversicherung. Dies lässt sich damit begründen, dass der Wert einer Immobilie und die damit verbundenen finanziellen Risiken für den Eigentümer sehr hoch sind. Zwar fällt die Gebäudeversicherung nicht unter das Pflichtversicherungsgesetz, dennoch verlangen Banken bei kreditfinanzierten Objekten in der Regel den Nachweis einer Feuerversicherung zur Sicherung des jeweiligen Darlehens. Im Wesentlichen schützt eine Gebäudeversicherung vor Schäden durch Feuer, Brand, Leitungswasser (z.B. Rohrbrüche) und Sturm. Ersetzt werden hierdurch anfallende Reparaturkosten, Abbruch- und Aufräumungsarbeiten. Zusätzlich können unter anderem Elementarschäden oder Überspannungsschäden durch Blitz mitversichert werden.

In der Gebäudeversicherung wird die Risikoart unter anderem nach privat und gewerblich genutzten Immobilien differenziert. Bei einem Mehrfamilienhaus mit Gewerbeanteil muss die Gewerbart genau bezeichnet und die Gewerbefläche prozentual von der Gesamt-Wohnfläche angegeben werden. Wohngebäude mit mehr als 50% gewerblicher Nutzung sind als „Geschäftsgebäude“ nach besonderem Tarif zu versichern.

In der Regel sind Gebäude zum „gleitenden Neuwert“ versichert. Grundlagen zur Ermittlung des gleitenden Neuwertes sind der Versicherungswert 1914 und der Anpassungsfaktor. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Gebäude auch noch nach 10 oder 20 Jahren immer zum derzeitigen Wiederaufbauwert versichert ist. Der Versicherungswert 1914 errechnet sich hauptsächlich nach den Faktoren Größe, Standort, Ausstattung, Bauartklasse und Nutzungsart.