Was ist eine Elementarversicherung?

Die Elementarversicherung ist eine optionale Deckungserweiterung in der Hausratversicherung und Gebäudeversicherung. Während in der Gebäudeversicherung im Wesentlichen Schäden durch Sturm, Leitungswasser und Feuer abgesichert sind, bzw in der Hausratversicherung Schäden durch Einbruch-Diebstahl, Leitungswasser und Feuer, erweitert man mit einer Elementarversicherung den Versicherungsschutz um folgende Risiken:

  • Überschwemmung des Versicherungsortes
  • Erbeben
  • Erdrutsch
  • Schneedruck
  • Rückstau
  • Lawinen - Vulkanausbrüche

Nicht versichert sind Schäden durch Sturmflut oder Grundwasser. Auch alle nicht-naturbedingten Schäden, z.B. Bergbauschäden, Kanalsysteme, Erschütterungen durch Baustellen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Die Elementarversicherung gewinnt aufgrund der stetig steigenden Schadenfälle infolge schwankender Naturereignisse immer mehr an Bedeutung. Besonders in der Gebäudeversicherung sollte man darauf achten, Elementarschäden mitzuversichern. Durch Hochwasser oder Rückstau entstandene Schäden an Gebäudebestandteilen (Fußböden, Wand, Holzverkleidungen, fest eingebaute Heizungsanlagen, Stromversorgung) können sehr teuer werden. In der Regel wird die Elementarversicherung mit Selbstbehalten angeboten. In der Gebäudeversicherung zumeist i.H.v. 1.000 Euro.

Grundlage zur Ermittlung des Beitrages stellt das sogenannte Zonierungssystem dar, worauf alle Versicherungsgesellschaften zurückgreifen. In dem Zonierungssystem (ZÜRS = Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen) sind die einzelnen Risikozonen aufgeteilt. Für Gebiete mit hohem Risikofaktor kann z.B. keine Elementarversicherung abgeschlossen werden. Aufgeteilt sind die Risikozonen in 4 Klassen:

Gefährdungsklasse 1:

Überschwemmungen kommen in dem Gebiet nicht vor, oder seltener als 1 mal in 200 Jahren.

Gefährdungsklasse 2:

Überschwemmungen kommen in dem betroffenen Gebiet in 50 bis 200 Jahren 1 mal vor.

Gefährdungsklasse 3:

Überschwemmungen kommen in dem betroffenen Gebiet in 10 bis 50 Jahren 1 mal vor.

Gefährdungsklasse 4:

Überschwemmungen kommen in dem betroffenen Gebiet häufiger als 1 mal in 10 Jahren vor.