Was ist die Vollkaskoversicherung?

Die Vollkaskoversicherung gehört neben der Teilkaskoversicherung zur freiwilligen Deckungserweiterung in der KFZ-Versicherung. Während die Haftpflichtversicherung für fremde Schäden aufkommt, leistet die Vollkaskoversicherung für eigene, auch selbst verschuldete Unfallschäden. Ferner sind hierüber auch Schäden durch mut- oder böswillige Beschädigung Dritter (Vandalismus) am eigenen Fahrzeug abgedeckt. Auch im Falle einer Fahrerflucht kommt die Vollkasko für den Schaden am eigenen Fahrzeug auf, sofern hier kein Unfallverursacher ermittelt werden kann.

In der Regel ist der Einschluss einer Vollkaskoversicherung bei neueren Fahrzeugen sinnvoll. Ein selbst verursachter Schaden an einem neuen Fahrzeug kann hier einen sehr hohen Kostenaufwand bedeuten. In der Regel sollte man bei Fahrzeugen, die älter als 7-10 Jahre sind überlegen, ob sich eine Vollkaskoversicherung wirklich lohnt. Zu berücksichtigen ist hierbei immer der aktuelle Wiederbeschaffungswert des jeweiligen Fahrzeuges und das Beitragsaufkommen inklusive Anrechnung einer etwaigen Selbstbeteiligung.

Wie in der Haftpflichtversicherung gibt es auch in der Vollkaskoversicherung ein Rabattstufensystem. Je länger man mit dem Fahrzeug schadenfrei fährt, desto niedriger wird man prozentual eingestuft und desto günstiger wird der Beitrag für die Vollkaskoversicherung. Muss die Vollkaskoversicherung für einen Schaden leisten, wird man prozentual hochgestuft und muss ab dem 1.1. des Folgejahres einen höheren Beitrag bezahlen. Bei kleineren Schäden sollte man sich vor Beanspruchung der Vollkaskoversicherung deshalb genau überlegen, ob sich dies wirklich lohnt. Neuerdings bieten einige Versicherungen auch einen Rabattschutz an, der vor einer Hochstufung im Schadenfall bewahrt.