Was ist die Mallorca-Police?

Die Mallorca-Police ist eine bei vielen Versicherungen beitragsfreie Erweiterung in der KFZ-Haftpflichtversicherung. Weil besonders im europäischen Süden die gesetzlich vorgeschriebenen Deckungssummen in der Haftpflichtversicherung bei weitem nicht dem deutschen Standard entsprechen, hat man für Mietfahrzeuge eine Erweiterung der Deckungssummen nach deutschem Standard vorgenommen. Wenn beispielsweise in Spanien die gesetzliche KFZ-Haftpflichtversicherung nur bis maximal 350.000 Euro bei Personenschäden leistet, so wird der Teil der Schadensumme, der über die 350.000 Euro hinausgeht, von der eigenen Haftpflichtversicherung übernommen. Somit hat man als Autofahrer auch im Ausland die Sicherheit, dass man bei Großschäden die Differenz nicht aus eigener Tasche bezahlen muss. Die Mallorca-Police gilt in der Regel für Europa. Verreisen Sie in andere Länder, sollten Sie sich genau über die Mindestversicherungssummen informieren. Eine Übersicht über die gesetzlichen Standards finden Sie auf der Internetseite “Versicherung & Verkehr” des GDV.

In Deutschland beträgt die gesetzliche Mindestversicherungssumme in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung insgesamt 2,5 Millionen Euro. Viele Versicherer bieten jedoch Pauschalsummen von z.B. 50 Millionen oder mehr an.

Zum Vergleich:

  • Spanien: Mindestversicherungssumme ca. 350.000 Euro für Personenschäden
  • Griechenland: Mindestversicherungssumme ca. 500.000 Euro für Personenschäden, ca. 100.000 Euro für Sachschäden
  • Italien: Mindestversicherungssumme ca. 770.000 Euro für Personen- und Sachschäden
  • Türkei: Mindestversicherungssumme ca. 9.200 Euro für Personenschäden