Unterschied Berufsunfähigkeistversicherung und Unfallversicherung

Eine Private Unfallversicherung leistet immer dann, wenn durch einen Unfall eine dauerhaft bleibende körperliche oder geistige Beeinträchtigung (Invalidität) zurückbleibt. Für einen Leistungsanspruch ist hier also immer der “Unfall” als ausschlaggebendes, ursächliches Ereignis Voraussetzung. Eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen ist weitaus vielschichtiger. Hier wird der Leistungsanspruch auf die gesundheitliche Situation im Allgemeinen bezogen. Oftmals reicht es aus, wenn die versicherte Person aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigung zu mindestens 50% unfähig ist, den jeweiligen Beruf weiter auszuüben. Ab dann wird hieraus die vereinbarte Rente gezahlt.

Statistisch gesehen schließen lediglich ca. 10 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit auf ein vorhergehendes Unfallereignis. Diese Zahl macht deutlich, dass für Berufstätige in erster Linie die Absicherung über eine Berufsunfähigkeitsversicherung vorgenommen werden sollte.

Eine Private Unfallversicherung ist jedoch im Vergleich zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehr kostengünstig und aufgrund weniger Angaben zum Gesundheitszustand “leichter” abzuschließen. Auch in der Bedarfsgestaltung hat man hier die freie Wahl nach der Höhe der Versicherungsleistung. Die Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen bemisst sich immer nach dem Einkommen. Hier findet das Prinzip des “Bereicherungsverbotes” Anwendung.

Die Private Unfallversicherung ist für Berufstätige vor allem als ergänzende Absicherung sinnvoll, um auch nach einem Unfall mit zurückbleibendem Invaliditätsgrad die Kosten für z.B. anfallende Umbauarbeiten, etc. zu decken. Priorität jedoch hat hier eindeutig die Absicherung über eine Berunfsunfähigkeitsversicherung, die zuallererst das Einkommen bei eintretender Berufsunfähigkeit absichert, ohne dass hierfür ein Unfall ursächlich war. Für Hausfrauen, Kinder, Rentner und sportliche Aktive bietet stellt die Private Unfallversicherung jedoch eine sinnvolle finanzielle Absicherung dar. Kinder sind im Spieltrieb oft hohen Unfallgefahren ausgesetzt und haben hierfür nur eine Grundsicherung über die Berufsgenossenschaft, wenn der Unfall während des Besuches der Kindertagesstätte, Kindergarten oder Schule eintritt. Hausfrauen haben über die Berufsgenossenschaft gänzlich keinen Versicherungsschutz. Eine Private Unfallversicherung ist hier die einzige Möglichkeit, um das Invaliditätsrisiko abzusichern.

Weitere Vorlagen

Wenn Sie die Kündigung zur Ihrer privaten Unfallversicherung zurücknehmen möchten, können Sie dies mit unserer Vorlage bequem veranlassen.

In einer privaten Unfallversicherung kann man bei Vertragsabschluss wählen, ob eine jährliche Anpassung der Beiträge und Leistungen zu einem festgelegten Prozentsatz erfolgen soll.

Eine private Unfallversicherung schützt Sie und alle mitversicherten Personen vor den finanziellen Folgen eines Unfalles. Grundlage für die Leistung ist der sogenannte "Invaliditätsgrad", der nach einem Unfallereignis entstehen kann. Eine private Unfallversicherung leistet in der Regel weltweit.

Nach jedem Abschluss eines Versicherungsvertrages steht Ihnen das Recht zu, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ab Beantragung ohne Angabe von Gründen schriftlich zu widerrufen. Hierbei gilt nicht der Beginn der Versicherung, sondern tatsächlich das Datum der Antragsannahme. Wenn Sie z.B.

Bei Abschluss einer privaten Unfallversicherung kann man wählen, ob die Beiträge und Versicherungsleistungen prozentual ansteigen. Dies macht durchaus Sinn, zumal sich die Versicherungsleistungen der Geldwertentwicklung anpassen, und die Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung erfolgt.

Wenn Sie eine private Unfallversicherung abschließen, können Sie unter anderem auch angeben, wer im Falle des Todes der versicherten Person eine Auszahlung erhalten soll. Wenn man keine besondere Festlegung bei Antragstellung vornimmt, gilt die gesetzliche Erbfolge.