Rechtsschutzversicherung - was ist nicht versichert?

In der Rechtsschutzversicherung besteht grundsätzlich kein Versicherungsschutz bei Rechtsstreitigkeiten, die vorsätzlich verursacht wurden. Je nach Bereich gelten zudem in der Regel folgende Ausschlüsse:

Familienrechtsschutz

  • Ehescheidungen
  • Streitigkeiten aus genehmigungspflichtigem Bauen sowie Planfeststellungsverfahren
  • Erbschaftsauseinandersetzungen
  • Kriegsereignisse
  • Aussperrungen
  • Nuklearschäden
  • Spiel- und Wettverträge
  • Klagen vor Verfassungsgerichten 
  • Wahrnehmung rechtlicher Interessen als Mieter, Eigentümer, Besitzer oder Halter von Kraftfahrzeugen
  • kein Mietrechtsschutz

Verkehrsrechtsschutz

  • Verfahrenskosten für falsches Parken
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Zulassung
  • Unrechtmäßige Benutzung des Fahrzeuges
  • Unfall nach Wettrennen

Weitere Vorlagen

Eine Rechtsschutzversicherung kann für die Risiken Privat, Verkehr, Haus-und Wohnung und Beruf abgeschlossen werden. Die Laufzeit einer Rechtsschutzversicherung beträgt nach Beantragung oder Änderung des Vertrages in der Regel drei Jahre.

Nachdem die Rechtsschutzversicherung für einen Schaden in Leistung getreten ist, haben Sie innerhalb eines Monats nach Abschluss der Verhandlung über die Entschädigung (meist Abschluss des Schadens) ein außerordentliches Kündigungsrecht von einem Monat.

Wenn Sie eine Beitragserhöhung zu Ihrer Rechtsschutzversicherung erhalten, besteht in der Regel e.in außerordentliches Kündigungsrecht. Nach Erhalt der Mitteilung zur Beitragserhöhung haben Sie einen Monat Zeit, den Rechtsschutzvertrag zu kündigen.

Sie haben Ihre Rechtsschutzversicherung gekündigt, möchten von Ihrer Kündigung jedoch wieder Abstand nehmen und den Vertrag wie gewohnt weiterlaufen lassen? Kein Problem. Mit diesem Vordruck können Sie Ihren Rechtsschutzversicherer hierüber in Kenntnis setzen.

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, den Abschluss dieser jedoch wieder rückgängig machen möchten, können Sie dies innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt des Versicherungsscheines veranlassen.

Mit diesem Vordruck können Sie Ihre private Krankenversicherung kündigen. In jedem Fall sollten Sie erst kündigen, wenn Sie eine Annahmebestätigung der neuen Krankenversicherung oder Krankenkasse vorliegen haben.