Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung kommt für die Kosten eines Rechtsstreites auf, nachdem dieser eine Deckungszusage erteilt hat. Bevor über eine Kostenübernahme entschieden wird, werden zunächst die Erfolgsaussichten geprüft. Aussichtslose Fälle werden so schon von vorherein abgelehnt. Bei einer Ablehnung durch den Versicherer kann man jedoch beantragen, dass die Erfolgsaussichten nochmals durch einen unabhängigen Schiedsgutachter überprüft werden. Stellt dieser dann entgegen der Entscheidung der Rechtsschutzversicherung eine Erfolgsaussicht fest, muss die Versicherung Deckungszusage erteilen. Bei Strafangelegenheiten und Ordnungswidrigkeiten besteht in der Regel Versicherungsschutz, ohne vorherige Prüfung der Erfolgsaussichten.

Die Rechtsschutzversicherung leistet nach einer Deckungszusage in der vereinbarten Höhe der Versicherungssumme abzüglich eines Selbstbehaltes, sofern vorhanden i.d.R. für:

  • Rechtsanwaltskosten
  • Gerichtskosten
  • Kosten für vom Gericht beauftragte Sachverständiger, Gutachten, Zeugen, Vollstreckung
  • bei inländischen Zivilprozessen die Kosten eines Korrespondenzanwaltes, wenn der Wohnsitz mehr als 100 km vom Wohnort entfernt liegt
  • Reisekosten zu ausländischen Gerichten, bei richterlicher Anordnung
  • Kosten des Prozessgegners
  • zinsloses Darlehen bis zur vereinbarten Versicherungssumme für Kautionskosten